Transfermodul Kanalsanierung

In Deutschland sind unzählige Kanalleitungen sanierungsbedürftig. Um Boden und Grundwasser zu schützen, genügt es nicht, lediglich die öffentliche Kanalisation abzudichten. Auch viele private Rohrleitungen bedürfen einer Sanierung. Die größte Herausforderung sanierungsbedürftiger Kanalrohre sind Leckagen. Sie führen unter Umständen zum Austritt von Abwasser, das dann in das Grundwasser eindringen kann.

Fachleute schätzen den Sanierungsbedarf des privaten und öffentlichen Abwassersystems in Deutschland auf mehr als 50 Milliarden Euro. Rund 15 Prozent der etwa 450.000 km langen Kanalisation in öffentlicher Hand sind kurz- bzw. mittelfristig sanierungsbedürftig. Von den 1.500.000 km Kanalisation in privater Hand sind schätzungsweise 30 – 50 Prozent undicht.

Während der Neubau von Kanälen rückläufig ist, wächst der Bedarf an Reparaturen stetig. Es gibt innovative Verarbeitungstechniken, die speziell auf die Kanalsanierung zugeschnitten sind und eine nachhaltige Reparatur gewährleisten. Als Technologietransfermittler wird das IKV im Rahmen von PLENET NRW diese Techniken aufarbeiten und das Wissen kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung stellen.

Das Transfermodul Kanalsanierung wird voraussichtlich im Januar 2012 starten.