Markt- und Technologiestudie zur Additiven Fertigung - IKV startet 12-monatige Studie – Teilnahme noch möglich

Das IKV startet die Markt- und Technologiestudie „Product development in plastics additive manufacturing“ mit einem Kick-Off-Meeting am 26. April 2017 in Aachen. Ein Konsortium aus Materialherstellern, Maschinenbauern, Zulieferern und Verarbeitern wird zu diesem ersten Treffen die Ziele und Vorgehensweise der Studie beraten. Das Konsortium ist noch offen für weitere Teilnehmer.

Forschung zur additiven Fertigung im IKV-Technikum (Foto: IKV/Fröls)

Aachen, im März 2017 – Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen startet die Markt- und Technologiestudie „Product development in plastics additive manufacturing“ mit einem Kick-Off-Meeting am 26. April 2017 in Aachen. Ein Konsortium aus Materialherstellern, Maschinenbauern, Zulieferern und Verarbeitern wird zu diesem ersten Treffen die Ziele und Vorgehensweise der Studie beraten. Das Konsortium ist noch offen für weitere Teilnehmer.

Das Ziel der Studie ist es, neue Wege in der Produktentwicklung additiv gefertigter Bauteile in der Kunststofftechnik zu erschließen. Damit sollen die technologischen Potenziale hinsichtlich Gestaltungsfreiheit und Prozesseigenschaften bestmöglich ausgeschöpft werden können. Die Meilensteine und Teilziele der Studie werden im ersten Treffen detailliert erläutert. Impulsvorträge aus der Industrie betrachten darüber hinaus das Thema Produktentwicklung für die additive Fertigung aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die auf ein Jahr angelegte Studie wird am Ende eine Strategie zur Produktentwicklung in der additiven Fertigung aufzeigen, die die Anforderungen einer Massenfertigung individueller Bauteile erfüllt. Dazu werden detaillierte Analysen z. B. zu Materialeigenschaften, Modellierungsansätzen, Konstruktionsregeln und Automatisierungspotenzialen im Produktentwicklungsprozess vorgenommen. Betrachtet wird zum einen die Entwicklung additiv hergestellter Prototypen und technischer Endbauteile aus Kunststoff und zum anderen die Entwicklung additiv gefertigter Werkzeuge zur Verarbeitung von Kunststoffen in klassischen Verarbeitungsverfahren.

Die zentralen Herausforderungen und deren konkrete Lösung zur vollen Erschließung der verfahrensspezifischen Potenziale werden identifiziert. Der Fokus liegt dabei auf der Werkstofftechnik, Materialauswahl, Bauteilgestaltung, Simulation von Prozessen und Bauteilen sowie auf Anlagen und Prozessen. Allgemeine Anwendungsgebiete sind auf unternehmensspezifische Use Cases ausgerichtet und konkrete F&E-Projektpläne werden zur kurzfristigen Umsetzung erarbeitet. Ergänzend zur Lösung technischer Herausforderungen werden durch die Integration konkreter Decision Points und Decision Trees die etablierten Produktentwicklungsprozesse vor dem Hintergrund der Einbindung additiver Fertigungsverfahren überarbeitet.

Die Studie bietet den Teilnehmern somit neben einer strategischen F&E-Ausrichtung auch die zeitnahe Optimierung interner Entwicklungsabläufe. Darüber hinaus fördert die Studie das Networking unter den Teilnehmern.

Die Produktentwicklung in der additiven Fertigung auf ein technologisches Niveau zu bringen, das für andere Verfahren wie z. B. dem Spritzgießen längst erreicht ist, das ist eine Vision der Studie. Die automatisierte Produktentwicklung und automatisierte Fertigung soll eine effiziente und wirtschaftliche Einzel- oder Kleinserienfertigung in additiven Verfahren ermöglichen.