Werkstoffauswahl in der Medizintechnik

Kunststoffbauteile sind während ihres Gebrauchs einer Vielzahl an Medien ausgesetzt, welche oftmals zur sogenannten umgebungsbedingten Spannungsrissbildung führen.

Kunststoffe im Operationssaal

Spannungsriss in einem amorphen Thermoplasten

Kunststoffbauteile sind während ihres Gebrauchs einer Vielzahl an Medien ausgesetzt, welche oftmals zur sogenannten umgebungsbedingten Spannungsrissbildung führen. Die umgebungsbedingte Spannungsrissbildung bezeichnet das vorzeitige Versagen eines polymeren Werkstoffs unter mechanischer Belastung bei gleichzeitiger Einwirkung eines flüssigen Umgebungsmediums und zählt zu den häufigsten Ausfallursachen von Kunststoffbauteilen während ihres Gebrauchs. Sie ist vor Allem in der Medizintechnik von hoher Relevanz, da hier die Medienbelastung besonders hoch und vielfältig ist.

Um einen Werkstoff für die o.g. Anwendung auszuwählen, wird bisher auf kostenintensive Laborversuche zurückgegriffen, deren Vermeidung wünschenswert wäre.

Ziel Deiner Arbeit ist die Analyse der Wirkmechanismen der umgebungsbedingten Spannungsrissbildung und die Ermittlung geeigneter Werkstoffkennwerte, welche eine Abschätzung des Spannungsrisspotentials ermöglichen. Dies beinhaltet sowohl eine umfangreiche Literaturrecherche als auch gezielte Überprüfung der Theorie durch praktische Versuche.

Wenn Du Interesse an einer Arbeit zu diesem spannenden Thema hast und in einem motivierten Team mitarbeiten möchtest, melde Dich einfach bei mir. Der exakte Inhalt und Umfang Deiner Arbeit wird im Vorfeld individuell mit Dir festgelegt.

Ansprechpartner
Simon Koch, M.Sc.
Telefon: +49 241 80-28373
E-Mail: simon.koch@ikv.rwth-aachen.de