Entwicklung eines Qualitätsmodells zur Bestimmung der optimalen Einstellparameter im Spritzgießen

Reduzierung des Validierungsaufwands in der Medizintechnik: von der Simulation bis zu den Einstellparametern

Schematisch Ablauf von der Simulation über die Modellbildung zu den Einstellparametern | Bild: IKV

Thematischer Hintergrund:
In der Medizintechnik ist die Produktentwicklung besonders zeit- und kostenintensiv, da umfangreiche Dokumentationen und Versuche für die Prozessvalidierung erforderlich sind. Ein standardisiertes Vorgehen gibt es hierfür nicht. Momentan werden die Einstellparameter der Spritzgießmaschine zur Validierung basierend auf Erfahrungswerten ausgewählt. Anschließend wird in zeit- und materialintensiven Versuchen iterativ ein Prozessfenster bestimmt, in dem die Einstellparameter variiert werden dürfen. Unabhängig von der Bauteilqualität in der späteren Produktion darf dieses Prozessfenster nicht verlassen werden.

Um den Zeitaufwand und die Kosten durch umfangreiche Versuchsreihen einzusparen, soll ein Konzept entwickelt werden, mit dem ein stabiler Prozesspunkt vorhergesagt und eine hohe Bauteilqualität gewährleistet werden kann.

Aufgabenstellung:
Ziel Deiner Arbeit wird es sein, ein Qualitätsmodell zu entwickeln. Dieses Modell kann dabei beispielsweise eine Regressionsanalyse oder ein künstliches Neuronales Netz sein. Das Qualitätsmodell soll auf Basis von Simulationsdaten durch die Vorhersage der Bauteilqualität helfen, mit wenig Zeitaufwand einen optimalen Prozesspunkt zu bestimmen.

Abschließend wirst du das entwickelte Modell mithilfe realer Spritzgießversuche validieren und optimieren.

Wenn Du Interesse an einer industrienahen Aufgabenstellung hast und unser Team bei der Bearbeitung des Projektes unterstützen möchtest, melde Dich gerne bei mir. Ich freue mich von Dir zu hören.

Ansprechpartner
Matthias Schöll, M.Sc.
Telefon: +49 241 80-93816
E-Mail: matthias.schoell@ikv.rwth-aachen.de