Minimierung von Eigenspannungen im Spritzgießen für präzise Formteile

Entwicklung neuer innovativer Methoden zur thermischen Spritzgießwerkzeugauslegung.

Temperaturverteilung im Gehäusedemonstrator | Bild: IKV

Präzise Formteilvermessung zur Validierung der Simulation | Foto: Zeiss

Thematischer Hintergrund:
Kunststoffe haben aktuell keine durchweg positive Bewertung in der Tagespresse. Insbesondere die Entsorgungsthematik spielt eine große Rolle. Im Hinblick auf immer enger werdende Toleranzen müssen Formteile mit geringem Verzug gefertigt werden können, um den Anforderungen in Industrie gerecht zu werden. Mithilfe der Temperierung von Spritzgießwerkzeugen kann maßgeblich auf Schwindung und Verzug Einfluss genommen werden. Ein gut ausgelegtes Temperiersystem führt zu einer homogenen Abkühlung und somit zu präzisen Formteilen. In einem aktuellen Forschungsprojekt wird deshalb ein Algorithmus entwickelt, der den optimalen Kühlbedarf berechnen kann.

Deine Aufgabenstellung:
Ziel deiner Arbeit ist es, ein bestehenden Auslegungsalgorithmus für Kühlkanäle zu verbessern und zu erweitern. Nach einer Einarbeitung in die Thematik wirst du dich mit dem Thema Simulation der Kühlphase im Spritzgießen beschäftigen. Im Vergleich mit Praxisversuchen wirst du die Abbildungsgenauigkeit der Simulation untersuchen und Einflussfaktoren identifizieren, die bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden. Lokale Eigenspannungen haben einen großen Einfluss auf die Entstehung des Verzugs, weswegen diese in die Simulation integriert werden sollen.

Was du bei uns lernst:

  • Einarbeitung in die aktuellste Software zur Spritzgießsimulation
  • Verständnis für die thermomechanische Simulation
  • Validierung der Simulation mithilfe von selbst hergestellten Probekörpern im Spritzgießverfahren

Bei Interesse kannst du dich jederzeit gerne bei mir melden.

Ansprechpartner
Tobias Hohlweck, M. Sc.
Telefon: +49 241 80-96622
E-Mail: tobias.hohlweck@ikv.rwth-aachen.de