Spritzgießen: Wie bindet eine Bindenaht?

Das Ziel Deiner Arbeit ist es, eine möglichst präzise Vorhersage der Bindenahtfestigkeit in Spritzgießsimulation zu ermöglichen.

Berechnungsroutine zur Vorhersage der Bindenahtfestigkeit | Abbildung: IKV

Thematischer Hintergrund

Werden komplexe Bauteile im Spritzgießverfahren hergestellt, kommt es häufig zur Bildung von Bindenähten beim Zusammenfluss zweier Schmelzefronten. Diese stellen meist sowohl optische Fehler als auch vor allem mechanische Schwachstellen dar. Da bisher keine Methode verfügbar war, um Bauteile mit Bindenaht zuverlässig auszulegen, wurde am IKV eine integrative Berechnungsroutine entwickelt. Diese erlaubt es, die Festigkeit von Bindenähten ausgehend von einer Spritzgießsimulation in einer Struktursimulation vorherzusagen. Das in der Berechnungs-routine verwendete Modell basiert dabei auf einer Beschreibung der temperaturabhängigen molekularen Interdiffusion und berücksichtigt weitere Faktoren wie den Nachdruck und den Zusammenfließwinkel.

Aufgabenstellung

In Deiner Arbeit wirst Du verschiedene mathematische Modelle zur Beschreibung der Ausheilung von Bindenähten entwickeln, in die vorhandene Routine implementieren und vergleichen. Weiterführend wirst Du die Erkennung und Verfolgung von Bindenähten in der Spritzgießsimulation optimieren, um eine möglichst präzise Vorhersage der Bindenahtfestigkeit zu ermöglichen.

Ansprechpartner für Fragen zum Thema

Wenn Du Interesse an diesem Thema hast und Dich an einem innovativen Forschungsprojekt in einem motivierten Team beteiligen möchtest, melde Dich einfach bei mir. Der Rahmen Deiner Arbeit wird im Vorfeld individuell mit Dir abgestimmt.

Jakob Onken, M.Sc.
Telefon: +49 241 80-93809
E-Mail: jakob.onken@ikv.rwth-aachen.de