Spritzgießen: Wie stark bindet eine Bindenaht?

Das Ziel Deiner Arbeit ist es, Deine Ergebnisse in ein neuartiges Modell zur simulativen Beschreibung der Bindenahtfestigkeit zu integrieren.

Bildung von Bindenähten [Nguyen]

Spannungsoptisches Bild | Bild: IKV

Mikroskopieaufnahme einer Bindenaht | Bild: IKV

Zugversuch eines Zugstabs mit Bindenaht | Bild: IKV

Thematischer Hintergrund

Werden komplexe Bauteile im Spritzgießverfahren hergestellt, kommt es häufig zur Bildung von Bindenähten. Diese stellen meist sowohl optische Fehler als auch vor allem mechanische Schwachstellen dar. Die mechanische Schwächung kann in drei Teilursachen aufgeteilt werden: Mangelnde Interdiffusion an der Grenzfläche, molekulare Orientierung und Kerbwirkung einer V-Nut. Um die mechanischen Eigenschaften einer solchen Bindenaht vorhersagen zu können, wurde am IKV eine Berechnungsroutine entwickelt.

Aufgabenstellung

In Deiner Arbeit wirst Du Probekörper aus verschiedenen Kunststoffen mit Bindenähten mikroskopisch und in mechanischen Versuchen untersuchen. Dabei soll ein Zusammenhang zwischen den Spritzgießprozessparametern, der Nuttiefe und der molekularen Orientierungen in der Bindenaht hergestellt werden. Abschließend werden Deine Ergebnisse in ein neuartiges Modell zur simulativen Beschreibung der Bindenahtfestigkeit integriert.

Ansprechpartner für Fragen zum Thema

Wenn Du Interesse an diesem Thema hast und Dich an einem innovativen Forschungsprojekt in einem motivierten Team beteiligen möchtest, melde Dich einfach bei mir. Der Rahmen Deiner Arbeit wird im Vorfeld individuell mit Dir abgestimmt.

Jakob Onken, M.Sc.
Telefon: +49 241 80-93809
E-Mail: jakob.onken@ikv.rwth-aachen.de