Verfahrensentwicklung zur Herstellung wirkstoff-beladener resorbierbarer Implantate im Spritzgießen

Mit der Untersuchung der Verarbeitung von resorbierbaren Kunststoffen mit Treibmittelbeladung entwickelst du mit einer Wirkstoffbeladung neue Einsatzmöglichkeiten für resorbierbare Implantate.

Mikrospritzgießmaschine | Foto: IKV/Fröls

Resorbierbare Fixationsschrauben | Bild: Karl Storz

Resorbierbare Kunststoffe bieten in der Medizintechnik viele Vorteile. Beispielsweise entfällt die Entnahmeoperation von Implantaten bei Knochenfrakturen. Die Verarbeitung resorbierbarer Werkstoffe erfolgt bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen. Für eine Wirkstoffinkorporation, beispielsweise mit einem Antibiotikum zur Verhinderung von Entzündungen, sind die Verarbeitungstemperaturen derzeit noch immer zu hoch. Eine Lösung kann der Einsatz von physikalischen Treibmitteln sein, der eine Verringerung der Verarbeitungstemperatur zulässt.

Ziel Deiner Arbeit ist es, mit vorhandener Anlagentechnik eine Analyse der Verarbeitung von resorbierbaren Thermoplasten mit Wirkstoffbeladung durchzuführen. Du entwickelst eine Prozessführung mit minimaler thermischer Belastung der Polymere. Hierfür wendest du die Treibmittelbeladung von Schmelze in Kombination mit dem Mikrospritzgießen an. Nach einer Einarbeitung in das Thema bearbeitest du folgende Aspekte:

- Durchführung von Spritzgießversuchen
- Mechanische und morphologische Analyse
- Auswertung und Dokumentation

Wenn Du Interesse an einem spannenden Thema hast und dich aktiv in relevante Forschungsfragen einbringen möchtest, dann melde dich bei mir.

Ansprechpartner
Michael Rieck, M.Sc.
Telefon: +49 241 80-93816
E-Mail: michael.rieck@ikv.rwth-aachen.de