Versagen von PET simulativ vorhersagen

Ziel einer Arbeit wird es sein, das Versagen bei verschiedenen Dehnraten und Temperaturen zu untersuchen und simulativ nachzubilden.

PET-Getränkeflasche | Foto: IKV

Werkstoffprüfung und Simulation kennenlernen Polyethylenterephthalat, kurz PET, kommt beim Streckblasformen zum Einsatz, um daraus z.B. Getränkeflaschen herzustellen. Verglichen mit anderen Kunststoffen weist PET hierbei nicht nur sehr gute Verarbeitungseigenschaften auf, sondern hat auch einen außerordentlich gut entwickelten Recyclingkreislauf. Das Recycling löst allerdings eine Veränderung der Materialeigenschaften aus. Eine dieser Eigenschaften ist das bis heute nicht gut verstandene Versagen von PET: Dieses hängt nicht nur von Dehnrate und der Temperatur, sondern auch von der Richtung der Belastung ab.

Um diese Materialeigenschaften messbar zu machen, stehen am IKV ein innovatives Messgerät sowie typische Simulationssoftwares zur Verfügung. Ziel Deiner Arbeit wird es sein, zusammen mit dem erfahrenen Team aus studentischen Mitarbeitern das Versagen von PET bei verschiedenen Dehnraten, Temperaturen und Belastungsrichtungen zu untersuchen. Danach wirst Du ein bestehendes Simulationsmodell nutzen, um das Versagen virtuell nachzubilden. Zuletzt ermittelst anhand der Simulationsdaten ein neuartiges Kriterium, anhand dessen das Versagen von PET erstmals vorhergesagt werden kann. In Rahmen Deiner Arbeit erhältst Du einen Einblick in folgende Bereiche der Kunststofftechnik:

  • PET-Verarbeitung
  • Werkstofttechnik und -prüfung
  • Simulation mit der in der Industrie weit verbreiteten Software ABAQUS

Wenn Du noch weitere Fragen oder Interesse an einer Arbeit zu diesem Thema hast, kannst Du Dich gerne per E-Mail oder Telefon an mich wenden.

Ansprechpartner
Malte Schön, M.Sc.
Telefon: +49 241 80-27271
E-Mail: malte.schoen@ikv.rwth-aachen.de